Bauarbeiten 2024

04.06.2024

Im April und Mai 2024 stand der Umbau unserer Gartenlaube in Ostreahausen im Mittelpunkt. Da es seit langem nach jedem Regen in der Laube nass war, war schnell klar, dass ein neues Dach her musste. Also räumten wir die Laube bestmöglich aus und stellten unsere, sonst so gemütliche, "Grill- und Chilllounge voll mit allerlei Werkzeug. 

Am nächsten Tag entfernten wir die alten gelben, gewellten Glasfaserplatten vom Dach. und kratzten die alte Dachpappe samt Teerbelag von der darunterliegenden Dachlattung, die aufgrund der Nässe völlig morsch und aufgeweicht wirkte. Man musste schon ganz schön aufpassen, wo man auf dem Dach hintrat. Das Terrassendach wurde auf Wunsch des Gartenvorstandes komplett zurück gebaut, um die gesamte Dachfläche nicht unerheblich zu verkleinern. Dabei entdeckten wir im vorderen Teil der Überdachung einen sehr gemütlich eingerichteten, aber nicht mehr bewohnten, Mäusebau voller Dämmwolle und Kot, den wir vorsichtig auflösten.

Am dritten Tag lieferte uns die Firma Melle-Gallhöfer aus Dohna zahlreiches Baumaterial mit einem riesigen LKW. Später sägten wir die morsche Dachlattung in der Mitte des Laubendaches heraus und zogen neue Dachbalken zur Stabilisierung auf das Mauerwerk. Die neue Dachlattung aus frischem Holz wurde anschließend auf den neuen Balken befestigt. Ein ganz schöner Kraftaufwand, der ohne die Hilfe des erfahrenen Dachdeckers Olaf und meinen Freund Enrico kaum stämmbar gewesen wäre. Zum Abend legten wir eine große Plane über das offene Dach, damit das frische Holz durch den angekündigten Regen nicht nass werden konnte.

Am nächsten Arbeitstag wurde die alte Dachrinne aus Plastik durch eine neuwertige Rinne aus Zink ersetzt, die das Regenwasser vom Dach nun direkt in unser großes Wasserfass neben der Laube führt. Auch die neue Dachpappe wurde komplett verlegt und mit einem Brenner verschweißt. Als Abschluss der Bauarbeiten am Dach wurde ein Blech auf die Keilbohlen geschraubt, was optisch wirklich eine Bereicherung für unsere Laube ist.

Tag 5 und 6 auf der Baustelle in Ostreahausen: Das Dach ist fertig und so konnten wir mit dem Rückbau des alten Schuppens beginnen. Die Rückseite, welche vorher aus altem Holz- Glasfaser- und Asbestplatten bestand wurde komplett entfernt und durch große OSB-Platten ersetzt. Im vorderen Schuppenbereich wurde eine abgetrennte Toilettenecke eingerichtet, damit man zukünftig keine Angst mehr haben muss, beim täglichen Geschäft beobachtet zu werden. Der hintere Teil des Schuppens, der durch eine Schiebetür vom vorderen Teil trennbar ist, wurde mit neuen Holzpanelen verkleidet und wird zukünftig als Werkzeuglager dienen.

Am siebten Tag fungierte ich als Maler und verpasste der Schuppenrückwand und der Toilettenecke einen neuen Anstrich in schwedenrot. Der restliche vordere Schuppenteil sowie sämtliche Holzverkleidungen rund um die Laube wurden in schokobraun gestrichen. Der hintere Teil des Schuppens behält seine natürliche Holzoptik.

Der vorerst letzte Tag auf der Baustelle in Ostreahausen diente dazu, dem Schuppen eine neue Tür zu verpassen, die es zukünftig Einbrechern erschweren soll, sich an unserem Werkzeug zu bedienen. Diese gebrauchte Tür spendierte uns Olaf und half uns letztlich auch hier beim Einbau, der sich durch ein gebrochenes Scharnier als relativ schwierig erwies, aber auch das haben wir gemeinsam perfekt gemeistert.

Rundum war es eine tolle neue Erfahrung, mit großartiger Hilfe von Olaf und Enrico, selbst unser Laubendach und die Sanierung des Schuppens vorzunehmen. Wir sind mächtig stolz auf das Ergebnis, vor allem deswegen, weil meine Frau und ich uns handwerklich eher als unbegabt einstufen würden. Auch wenn wir in diesen acht Arbeitstagen unsere Konten schwer belastet haben (die Baustelle hat uns insgesamt 2.512,25 Euro gekostet), so hat es sich doch gelohnt. Nun müssen wir noch die Bauabnahme durch den Vorstand durchführen und natürlich den ganzen Müll entsorgen. Allein durch die Asbest- und Glasfaserplatten sowie die alte Dachpappe werden auch hier nochmal immense Kosten auf uns zukommen, aber auch das werden wir irgendwie finanzieren. 

Die Laube ist wieder trocken und der Schuppen ist so, wie wir ihn uns immer vorgestellt haben, das ist am Ende das Wichtigste und das Einzige was zählt.